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Bögen

Wartung und Pflege von Streichinstrumenten und Bögen

Bögen

Bogenstange

  • Bogen regelmäßig abspannen (Erhalt von Biegung und Spannung der Stange)
  • nach dem Spielen Kolofonium und Handschweiß mit weichem Tuch entfernen (Krustenbildung vermeiden)
  • Stange nie ölen oder polieren (Haare verfetten)
  • Haare nie anfassen
  • Bogenstange nie zum Applaudieren gegen Notenpult stoßen
  • durchgespielte Daumenleder erneuern lassen (Gefahr der Stangenabnutzung)

Bogenhaare

  • mögliches Verziehen der Bogenstange durch einseitige Abnutzung des Bezuges > Bogenbezug erneuern gerissene Haare abschneiden (nicht ausreißen) > sonst mögliche Lockerung des Knotens im Kästchen
  • schmutzige Haare am Frosch ggf. mit warmem Wasser und Spülmittel auswaschen, mit Küchenpapier gut trocknen (niemals Spiritus verwenden > Haarschüppchen verkleben durch gelöstes Kolofonium)
  • kontinuierliche Abnutzung der Haarschüppchen (Kolofonium kann nicht mehr haften),
  • Bogenhaare greifen nicht mehr > Bogenbezug rechtzeitig erneuern
  • Haarlänge wird von Luftfeuchtigkeit stark beeinflusst > Bezuglänge im Winter kürzer als im Sommer mehrere
  • gleichzeitige Haarrisse an gleicher Stelle bei Lagerung im Etui > Tierbefall (Etui aussaugen, Mottenmittel verwenden, Bogen neu behaaren)

Beinchenschraube und Froschmutter

  • durch Schmutz- und Schweißablagerungen kann hohe Reibung zwischen Frosch und Bogenstange entstehen (Rissgefahr)
  • bei zu langen Bogenhaaren Froschmutter nicht gegen hintere Kastenwand überdrehen

Literaturverzeichnis:

  • "Taxe der Streichinstrumente" Albert Fuchs, 14. Auflage
  • "Violine Klangwerkzeug und Kunstgegensand" Klaus Osse, 2. Auflage
  • "Die Kunst des Geigenbaues" Otto Möckel, 7. Auflage
  • "Geigen Bestimmung der Preise" John Huber
  • "Pflegehinweise zum Erhalt Ihres Streichinstrumentes" Susanne Conradi, 2. erweiterte Auflage

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